Zertifikatslehrgang
Gewaltprävention/Gewaltpädagogik

Gewalt ist ein zunehmendes Thema unserer Zeit, speziell im Umgang mit Kindern, Jugendlichen, in der Behindertenarbeit und in der Arbeit mit psychischen Erkrankungen. Der Umgang mit Gewalt und Aggression stellt im beruflich-, pädagogischen Umfeld eine besondere Herausforderung dar. Das Hauptaugenmerk hat sich bisher in erster Linie auf die Opferarbeit konzentrierte. Der Gruppe derer, die mit Gewalttätern beruflich konfrontiert sind stehen nur wenig adäquate Konfliktlösungsstrategien zur Verfügung. Zur Erweiterung des Handlungsspielraumes bieten wir den Ausbildungslehrgang Gewaltprävention Gewaltpädagogik an.

Die Fächer in der Kurzbeschreibung:

Selbsterfahrung
Der Baustein Selbsterfahrung ist in den Ausbildungsblöcken integriert.
Baustein 1: Rollenbilder/Gefühlsarbeit, 3 Tage
Jungen- und Mädchensozialisationen, Rollenbildern Mann, Frau, Vater, Mutter, Gewaltanwendung als „klärende Ressource“.Primär-, und Sekundärgefühlen, Hilflosigkeit
Baustein 2: Krise, 3 Tage
Erkennen von Krisen und krisenhaftem Verhalten, Krisenmodelle, Angst , Täter – Opfer – Diskrepanz
Baustein 3: Eskalation/Deeskalation, 3 Tage
Konflikttypus, Erleben der eigenen Strategien, Eskalationsstrategien, Deeskalation, Ohrenmodell, TZI
Baustein 4: Grenzen, 3 Tage
Kontakt findet an der Grenze statt! Dies ist der Leitsatz des Ausbildungsbausteins 5. Der eigene Umgang mit Grenzen, das Erkennen und Verdeutlichen der eigenen Grenzen und das Wahren der Grenzen Anderer, ohne dadurch den Kontakt zum Gegenüber zu verlieren. Diese Inhalte bilden den Rahmen um sich den Hauptthemen dieses Bausteins zu nähern. Isolation und Konfluenz als begrenzende Parameter zur Positionierung des zwischenmenschlichen Kontakts bilden den Hauptinhalt.
Baustein 5: Gewalt, 3 Tage
Gewalt ist jede Form der körperlichen Beeinträchtigung oder deren Androhung. Ausgehend von einer Differenzierung der Begriffe Gewalt und Aggression nähern wir uns unserem Thema. Erläutert werden unter Anderem die emotionale Situation von Gewalttätern, der Gewaltkreislauf und die Tatsache, dass die einzige Ebene auf der Kommunikation bei Gewalt stattfindet, die Beziehungsebene ist. Erweitert wird das Spektrum um das erlernen konfrontativer Gesprächsmodelle.
Baustein 6: Konfliktlösungsmodelle, 3 Tage
Im Baustein 4 wird die horizontale Struktur von Kommunikation in Form des Ohrenmodelle nach R. Schulz v. Thun erläutert. In diesem Baustein beschäftigen wir uns mit der vertikalen Struktur der Kommunikation und erlernen die Begriffe Phänomen, Gefühl und Interpretation als Kommunikationsmedien kennen. Die 6 – Stufen der Konfliktlösung und die damit verbundene Methoden und Strategien ergänzen das Rahmenprogramm.
Baustein 7: Ressourcenarbeit/Abschied, 3 Tage
Über die Arbeit an den eigenen Ressourcen des Erlernen von verschiedenen Ritualen nähern wir uns dem Thema Abschied. Da es in der pädagogischen Arbeit hauptaugenmerklich um die Aufnahme von Kontakt und das Anbahnen und Gestalten von Beziehungen geht ist es wichtig die Bedeutung des Abschieds in der pädagogischen Arbeit zu verstehen.