Ausbildungslehrgang Erlebnispädagogik
Der Ausbildungslehrgang Erlebnispädagogik hat das Ziel, Menschen, die im Arbeitsfeld der Sozialpädagogik nach neuen Alternativen suchen, und die Natur als pädagogisches Element und Medium nützen wollen, fundierte Strategien und Kompetenz zu vermitteln, um erlebnispädagogische Programme zu planen, durchzuführen und zu leiten. Die Ausbildung soll die Teilnehmer zudem befähigen, Programme nach einer bestimmten Zielvorgabe und Problemlage zu erstellen und die entsprechenden Rahmen und Medien so zu wählen, dass sich aus ihnen problemadäquate Lernfelder entwickeln.Die Fächer in der Kurzbeschreibung:
- Grundbaustein Theorie: Einführung
- Einstieg in die Ausbildung, Organisatorischer Ablauf und allgemeine Informationen, grundsätzliche Entwicklung der Erlebnispädagogik und deren historische Hintergründe. Grundannahmen
- Grundbaustein Praxis: Grundkurs
- Vermittlung der grundlegenden Hardskills zur Durchführung von Outdoorprojekten, grundlegende Techniken zur Navigation und Routenplanung, ernährungstechnische Grundlagen. Softskills , Gestalten von Reflexionsrunden , pädagogisch wertvolle Umgang mit der Bedürfnisorientierung
- Theoriebaustein 1: Psychologie/Psychiatrie
- Grundlagen der Psychologie und Psychiatrie, Störungsbilder, Auffälligkeitsprofil , grundsätzliche Entwicklungspsychologie ,die These des „Sogenannten Normalen“ .
- Praxisbaustein 1: Winterspektrum
- zielgerichtete Arbeit mit Ängsten und Störungsbildern, Stärken und Schwächen, Zielarbeit Fokussierung, Symbolarbeit. Massagen, Entspannungsübungen im Warmwasserbecken.
- Theoriebaustein 2: Gruppenarbeit/-dynamik
- Grundsätzliches zur EP- relevanten Gruppendynamik , Hierarchien und Rangstrukturen, Die „gesunden“ Gruppenkonstellationen, „Gruppendruck“ und gruppenentsprechende Beziehungsmodelle, „gabenorienierte Kompetenzverteilung“ und „Dialog und Hirarchie“.
- Praxisbaustein 2: Gruppendyn. Praxis
- Erkennen von gruppendynamischen Prozessen im praktischen Übungsfeld eines Outdoorprojektes.
- Theoriebaustein 3: Methodik/Strategie
- EP relevante Methodisch- Didaktische Grundsätze wie Zielplanung und Zieldefinition, das Initiieren und Auflösen von Gruppenprozessen, die zielentsprechende Auswahl des Mediums, Kompensatorische Hilfestellung, differenzierte Reflexionsmethoden.
- Praxisbaustein 3: Strategische Praxis
- Selbständiges gestallten eines Settings nach einer bestimmten Zielvorgabe unter Wahrung des Ernstcharakters,
- Theoriebaustein 4: Sicherheit und Recht
- Tatbestandsgrenzen, das Eingriffsrecht und dementsprechende Handlungspflichten zum Schutze des Kindes, Allgemeine Sorgfaltspflicht, Haftung für Delikte der zu Betreuenden (z.B. Holzdiebstähle für Lagerfeuer, …), Überblick zur Gesetzeslage für Outdooraktivitäten, …
- Theoriebaustein 5: Leiten und Führen
- Was bedeutet Führen, Führungsaufgaben, verschiedene Leitungsmodelle zur Führung von Erlebnispädagogischen Projekten, Planung und Dokumentation von Projekten usw., und die Bedeutung der sogenannten „Lokomotiven“ Führungsidee.
- Praxisbaustein 4: Leitungspraxis/Planungskomp.
- Selbständige Gestaltung des Setting nach unterschiedlichen Leitungsmodellen.
- Theoriebaustein 6: Krise und Konflikt
- Grundsätzliches über Krise und Konflikt, was ist ein Konflikt, unterschiedliche Krisenmodelle, Eskalations- und Deeskalationsstrategien, Konfliktkreislauf, Unterscheidung von Konflikten und sogenannten „Nichtkonflikten“ positive Aspekte von Konflikt und Krise…